Wie bei vielen anderen Hochzeitsbräuchen, hat auch die Hochzeitstorte eine lange Tradition.

Doch woher stammt der Brauch der Hochzeitstorte?

Die Geschichte der Hochzeitstorte startet wie so viele Geschichten im alten Rom. Damals wurden von den Gästen kleine Weizenküchlein über dem Kopf der Braut gebrochen, als Symbol von Fruchtbarkeit. Die Gäste kauten dann die Krümeln bzw. haben sie als Glückssymbole aufbewahrt.

Diese Tradition wurde im Mittelalter in Großbritannien in abgewandelter Form fortgesetzt. Gäste brachten kleine Kuchen oder Gewürzbrote zum Hochzeitsfest mit und arrangierten sie auf einem Tisch. Das frisch vermählte Brautpaar musste sich nun über den Tisch beugen und küssen. Das sollte den Gästen Glück bringen.

Als im 16. Jahrhundert Zucker in der High Society an Bedeutung gewann, wurden diese kleinen Kuchen mit Zuckerguss überzogen. Ein französischer Bäcker hatte dann die entscheidende Idee, die kleinen Kuchen übereinander zu stellen, sie mit weißem Zuckerguss zu überziehen um daraus eine große Torte zu formen.

Das war die Geburtsstunde der noch heute traditionellen Hochzeitstorte.

Der gemeinsame Anschnitt der Hochzeitstorte Tortenanschnitt symbolisiert das erste gemeinsame Essen als Ehemann und Ehefrau und ist eines der beliebtesten Fotomotive bei der Hochzeit.

Spätestens wenn ihr euren ersten Termin bei einem Konditor vereinbart, werdet ihr sehen, dass es auch bei Hochzeitstorten eine große Auswahl gibt. An Formen, Farben, Dekorationen, Geschmackssorten, … und und und.

Bevor ihr euch aufmacht und verschiedene Hochzeitstorten verkostet, gilt es einige wichtige Faktoren zu bedenken.

Hochzeitstorte – die Basics

Ihr könnt eure Hochzeitstorte bei eurem Catering-Unternehmen bzw. Restaurant, einem Konditor, einer backwilligen Tante und sogar im Supermarkt besorgen. Oder selber backen. Wofür ihr euch entscheidet ist abhängig von zwei Faktoren:

1. eurem Budget
2. Wie aufwändig die Torte sein soll

Wo und wie starten?

Eure Hochzeitstorte ist ein Teil eures Gesamtkonzeptes und sollte daher zu eurem Hochzeitsstil passen. Sobald ihr eueren Stil – Farben, Symbole oder auch Motto fixiert habt, könnt ihr mit dem Thema Tortenauswahl starten.

Überlegt, welche Art von Torte zu euch und eurem Hochzeitsstil passt.

Unter Hochzeitsstil versteht ein Wedding Planner ein Konzept, eine Idee die sich wie ein „roter Faden“ durch die gesamte Hochzeit zieht und sich in allen Details wider spiegelt – vom Hochzeitskleid, euren Einladungskarten und sonstigen Drucksorten, der Hochzeitstorte bin hin zur Wahl eurer Location. Es ist „eure Geschichte“ die ihr erzählt. Die Definition des Hochzeitsstiles ist daher ein unumgängliches „Muss“ für jede Hochzeitsplanung.

Welcher Hochzeitsstil zu euch passt und wie ihr diesen gekonnt umsetzen könnt, erarbeiten wir gemeinsam mit euch in unserem Online Wedding Planner. Jetzt unverbindlich in unsere VIP-Liste eintragen und du erfährst rechtzeitig, wann der Online Wedding Planner wieder startet.

 Der richtige Zeitpunkt

Gute Konditoren sind über viele Monate ausgebucht – gerade in den Sommermonaten. Deshalb solltet ihr eure Hochzeitstorte gute sechs Monate vor eurer Hochzeit bestellen.

Fragt auch beim Thema Hochzeitstorte nach Empfehlungen. Bei Freunden die kürzlich geheiratet haben oder euren Hochzeits-Dienstleistern.

Eine Hochzeitstorte kostet Geld.

Je nach Größe, Zutaten und Dekoration kann sie einen nicht unerheblichen Anteil an eurem Budget ausmachen. Deshalb ist eine Torten-Verkostung ein Muss. Bevor ihr einen Konditor beauftragt, seht euch Fotos von seinen Kreationen an und verkostet alle Sorten bis ihr eure Lieblingstorte gefunden habt.

Der gute Geschmack

Wollt ihr eure Hochzeitstorte nach dem Hochzeits-Essen servieren – als Dessert oder zusätzlich zum Dessert? Dann überlegt mit eurem Konditor, welche Geschmacksrichtungen euer Essen ergänzt.

Wird die Torte am Nachmittag zum Sekt-Empfang serviert, darf es auch ruhig etwas üppiger sein, denn zu diesem Zeitpunkt sind die Gäste hungrig und vertragen eine gute Unterlage zum Sekt.

Vielleicht wollt ihr eure Hochzeitstorte auch erst am späteren Abend anschneiden – als Höhepunkt während der Party. Dann seid ihr was Geschmack und Füllungen betrifft, unabhängig.

Wollt ihr euch nicht für eine Geschmacksrichtung entscheiden, so kann auch jede Lage eurer Torte in einer anderen Geschmacksrichtung oder mit einer anderen Füllung gebacken bzw. gefüllt werden.

Die richtige Aufbewahrung

Ein guter Konditor wird euch beraten, welche Art von Verzierungen und Cremes zur Jahreszeit passen. Schokoglasur oder empfindliche Cremes vertragen nur wenige Stunden ohne Kühlung. Besprecht die Kühlmöglichkeiten auch mit eurem Locationbetreiber.

Es gibt den Brauch, die oberste Etage der Hochzeitstorte einzufrieren um sie am ersten Hochzeitstag zu verspeisen.

Ihr könnt euch dafür aus dem Teig eine kleine extra Torte von eurem Konditor backen lassen – dann ist sie frisch und ihr braucht nicht am Hochzeitstag herumzupatzen.

Das besondere Design

Stocktorte oder einzelne Torten drapiert? Vielleicht mögt ihr ja lieber eine Cupcake-Kreation – oder ein für euch persönlich designter und reich verzierter Torten-Traum.

Ein guter Startpunkt für eure Überlegungen ist, für wieviele Gäste die Torte ausreichen soll. Für eine kleinere Hochzeit reicht vielleicht eine zweistöckige Torte, oder mehrere kleine Torten auf einem Ständer.

Für eine große Hochzeitsgesellschaft kann eine mehrstöckige Torte gleich mal dramatische Abmessungen bekommen. Und weil auch der beste Tortenbäcker die Schwerkraft nicht überwinden kann, werden große Torten oftmals nicht „freistehend“ übereinander gestellt sondern die einzelnen Etagen auf Etagere gestellt. Das hat den Vorteil, dass jede Etage einzeln angeschnitten werden kann und ihr euch nicht von oben nach unten durchessen müsst.

In unserer Video-Serie findet ihr eine Aufstellung mit Hilfe derer ihr die Tortengröße und Personenanzahl berechnen könnt.

Die Lieferung und das Aufstellen

  • Klärt, ob im Tortenpreis auch die Anlieferung und die Tortenständer inkludiert sind.
  • Entscheidet ihr euch für eine große, mehrstöckige Torte, wird diese zumeist vom Konditor geliefert und erst vor Ort zusammengebaut.
  • Eine schöne Hochzeitstorte benötigt den richtigen Rahmen = Tisch. Er sollte weder zu klein noch zu groß sein. Ebenfalls nicht zu niedrig oder zu hoch. Die Proportionen sollten perfekt zur Größe der Torte passen.

Mehr Tipps & Tricks zum Thema Aufbewahrung findet ihr in unserer Video-Serie.

Hochzeitstorte Selbst gebacken

Überlegt euch gut, ob ihr wirklich die Zeit und Muße habt, in der hektischen Woche vor eurer Hochzeit eure Torte selbst zu backen und zu dekorieren. Abgesehen von der Zeit braucht es auch das Experten-Wissen, denn eine Stocktorte ist nicht bloß eine Torte mit mehreren Schichten übereinander. Dazu braucht es ein wenig Statik-Wissen.

Gleiches gilt, wenn ihr eine backbegeisterte Tante oder Person im Freundeskreis habt. Wenn dem so ist, dann fragt nach einer Probe-Torte – dann könnt ihr euch das Kunstwerk vorher ansehen und verkosten – und danach eure finale Entscheidung treffen.

Bedenkt dabei, jemanden vor Ort zu bestimmen der sich am Tag der Hochzeit um das Aufstellen kümmert.

Die günstige Torte „von der Stange“

Eine kostengünstige Möglichkeit ist, eine fertige Torte vom Bäcker oder Supermarkt zu kaufen und diese passend zu eurem Stil und euren Farben selbst zu dekorieren. Bedenkt aber, dass dies erst am Tage der Hochzeit erfolgen kann und ihr dafür keine Zeit haben werdet. Vielleicht findet sich jemand in eurer Familie oder Freundeskreis mit einem guten kreativen Auge der die Dekoration übernehmen kann.

Wenn ihr mit frischen Früchten wie z.B. Beeren dekorieren wollt, dann solltet ihr das nur auf Torten mit Schokoglasur machen. Das Fett in der Schokolade verbindet sich nicht mit dem austretenden Fruchtsaft. Anders bei Torten mit Zuckerguss. Hier würde die Glasur den Fruchtsaft aufsaugen und Flecken machen. Bei Zuckerguss eignen sich frische Blumen als Dekoration. Ebenfalls schön sind bunte Bänder, kristallisierte Früchte oder Blumen.

Der traditionelle Hochzeitstorten Anschnitt

Der traditionelle Hochzeitstorten Anschnitt ist eines der beliebtesten Fotomotive.

Bittet euren Zeremonienmeister oder Trauzeugen euren Anschnitt anzukündigen und den Fotografen in Pose zu gehen.

Die Braut steht links vom Bräutigam und hält das Tortenmesser in ihrer rechten Hand. Der Bräutigam legt seine rechte Hand auf ihre. Gemeinsam schneidet ihr nun die unterste Schicht der Torte an. Während dessen wird ein Blitzlicht Gewitter im Raum entflammen und ihr euch wie Filmstars am roten Teppich fühlen.

Nun folgt der lustigste Teil:

ihr esst das erste Tortenstück gemeinsam. Zuerst nimmt die Braut ein Stückchen Torte auf die Gabel und füttert den Bräutigam und dann vice versa. Gebt acht, dass die Stücke nicht zu groß sind und ihr den Rachen nicht zu weit aufsperren müsst. Andererseits … das gibt lustige Fotos für eure Gäste.

Danach wird die Torte üblicherweise in die Küche gebracht, vom Personal aufgeschnitten und auf Tellern serviert.

Wenn es euer Zeitplan erlaubt, macht während eures offiziellen Fotoshootings auch ein paar Fotos mit der Hochzeits-Torte. Ihr könnt dabei so tun, als ob ihr die Torte anschneidet. So habt ihr die Möglichkeit einige Profi-Fotos in Ruhe zu machen.

Die Hochzeitstorte ist für die meisten Brautpaare ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Traumhochzeit.

Aus guten Grunde! Sie ist nicht nur hübsch anzusehen, sie schmeckt lecker und ist eines der Highlights jedes Hochzeitsfestes.

Viel Spaß beim Torten-Verkosten und der Auswahl eurer Hochzeitstorte!

P.S.: Rund und das Thema Hochzeitstorte gibt es noch so viel mehr zu erzählen. Deshalb habe ich für dich viele wertvolle Tipps & Tricks zusammengestellt, die du in unserem Video-Kurs findest. Neben einer umfangreichen Checkliste zeige ich dir auch, wie du die Größe und Portionen-Anzahl berechnest. Jetzt unverbindlich in unsere VIP-Liste eintragen und du erfährst rechtzeitig, wann der Video-Kurs wieder startet.

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