Was kostet eigentlich eine Hochzeit?

Hochzeitsbudget? Diese Frage stellt sich wohl jedes Brautpaar im Laufe der Hochzeitsplanung

Was eine Hochzeit tatsächlich kostet, hängt von ganz vielen Faktoren ab und kann – ganz ehrlich gesagt – nicht pauschal beantwortet werden.

Doch es gibt einige Faktoren, wonach ihr euer Hochzeitsbudget ausrichten könnt. Diese werden wir uns im heutigen Blog Artikel genauer ansehen.

Hochzeiten aus der Traumfabrik

Schaut man in Brautmagazine oder eine der Hochzeits-Reality Shows im TV bei der berühmte Wedding Planner wie David Tutera Traumhochzeiten ausrichten, könnte man glauben, das Geld sei abgeschafft worden. Ich darf euch an dieser Stelle verraten: Diese Hochzeiten kosten gut und gerne mal eine halbe Million Dollar.

So schön diese Hochzeiten sind – und so gut sie als Inspiration taugen – das ist nicht die Realität.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz beträgt das durchschnittliche Hochzeitsbudget 5.000€ und 15.000€.

An dieser Stelle gleich auch eine kleine Wahrheit:

Mit Geld kann man nicht alles kaufen – schon gar nicht Liebe. Ob ihr viel oder wenig für eure Hochzeit ausgebt hat nichts, aber rein gar nichts damit zu tun, wie gut eure Ehe sein wird.

Doch im Laufe eurer Hochzeitsplanung könnte es allerdings passieren, dass man euch das glauben lässt. Die Hochzeitsindustrie ist über zwei Milliarden Euro wert. Natürlich wollen dabei möglichst viele mitverdienen.

Seid davor gefeit, dass einige Firmen ganz plump mit eurer Unsicherheit spielen und euch suggerieren, dass nur wenn ihr ein kleines Vermögen ausgebt, eure Traumhochzeit auch Wirklichkeit wird. Manche werden versuchen euch Dinge einzureden, von denen ihr nicht mal gewusst habt, dass sie existieren. Glaubt das nicht!

Plant eure Hochzeit so, dass sie für und zu euch passt

… und nicht zu irgendwelchen Klischees.

Eine Hochzeit zu budgetieren gehört zu den wichtigsten Aufgaben die zu tun sind – und sicherlich zu den herausforderndsten. Leider ist es oft so, dass alles wesentlich mehr kostet als man erwarten würde. Egal ob es sich um das Brautkleid das Essen oder die Blumen handelt.

Umso wichtiger ist es, dass ihr euch mit der Materie vertraut macht um ein Gefühl zu bekommen, was wieviel kostet.

In unserer Online Wedding Planner Video-Serie verraten wir euch alles, was ihr wissen müsst um euer Budget festzulegen, dabei immer den Überblick bewahrt, keine unnötigen Ausgaben tätigt und wie ihr bei eurer Hochzeit viel Geld sparen könnt. Trag dich unverbindlich in unsere VIP-Liste und erfahre zuerst, wann die Video-Serie wieder startet. 

Der erste Schritt

Das Budget bestimmen inklusive wer was bezahlt.

Früher haben die Eltern der Braut die Hochzeit ausgerichtet. Das ist heute nur mehr in ganz seltenen Fällen so. Damals wurde auch in sehr jungen Jahren geheiratet, die Brautleute hatten kaum Geld zur Verfügung.

Heute beträgt das durchschnittliche Erst-Heiratsalter 30 Jahre. Und ein gutes Drittel aller Hochzeiten sind von Brautpaaren die zum zweiten Mal (oder öfter) heiraten. Sie haben bereits Familie gegründet, eigene Kinder. Da sieht die finanzielle Situation natürlich ganz anders aus.

Doch in vielen Familien ist es üblich, dass die Eltern einen gewissen Betrag beisteuern oder für etwas bestimmtes aufkommen wollen.

Wenn ihr von euren Eltern oder andere Personen eine signifikante Geldspritze bekommt, ist es mit relativer Sicherheit so, dass diese Personen auch mitreden wollen. Da kann es schon einmal passieren, dass ihr unterschiedliche Ansichten habt.

Kommuniziert liebevoll was euch wichtig ist und warum euch das wichtig ist. Aber seid nicht enttäuscht, wenn ihr Kompromisse machen müsst. Wenn ihr anderer Leute Geld ausgebt, kann das schon passieren.

Hochzeit auf Pump?

Ob ihr euch für eure Hochzeit einen Kredit aufnehmen wollt ist ein sehr heikles Thema. Ganz ehrlich: ich bin generell keine große Freundin von Finanzierung auf Pump. Außer das Geld wird in eine Immobilie oder die eigene Firma investiert. Aber das ist ganz alleine eure Entscheidung.

Der erste Schritt ist also festzulegen, wieviel Geld euch euch für eure Hochzeit zur Verfügung steht. Doch das ist nur die Halbe Miete.

Der zweite Schritt

Was ist euch wichtig?

Habt ihr euren Budget Rahmen definiert, solltet ihr als nächstes festlegen, was euch wichtig ist.

Festlegen eurer Prioritäten

Macht euch Gedanken, welche Bereiche eurer Hochzeit für euch wesentlich sind. Ist es die Location, das Essen, die Ringe, die Blumen oder das Brautkleid? Was euch am wichtigsten ist – dafür solltet ihr das meiste Geld investieren.

In unserem Online Wedding Planner bekommt ihr ein richtig cooles Budget-Planungstool von uns. Damit plant ihr ganz easy euer Hochzeitsbudget. Jetzt unverbindlich in unsere VIP-Liste eintragen und du erfährst rechtzeitig, wann der Online Wedding Planner wieder angeboten wird.

Schauen wir uns nun an, wie ihr euer Budget sauber und ordentlich planen könnt.

Kennt ihr das englische Sprichwort „Assumption is the mother of all fuck-ups“

Auf Deutsch: „Annahmen sind das Übel allen Vermasselns“.

Diesen Ausspruch verwendet ein sehr geschätzter Kollege von mir sehr oft und es ist sowas von wahr. Ganz egal worum es geht. Ob du annimmst, dass der Florist die Anreisekosten mitkalkuliert hat, dein Friseur eh weiß, wie du deine Haare gefärbt haben willst oder du davon ausgehst, dass das Essen pro Person nicht mehr als 20 Euro kostet. Das sind alles Annahmen. Sich auf Annahmen zu verlassen kann ganz schnell in die Hose gehen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung …

Lasst euch deshalb niemals dazu verleiten, Kosten nur abzuschätzen. Im Zeitalter des Internets ist es so einfach geworden Angebote einzuholen und zu vergleichen. Fragt auch Freunde und Bekannte die kürzlich geheiratet haben, die können euch auch gute Preis-Einschätzungen geben.

Budget Aufteilung

Jedes Brautpaar hat andere Vorstellungen was ihnen wichtig ist und was nicht. Wir haben für euch eine Übersicht gemacht, die euch als Orientierung dienen soll. Man könnte auch sagen, so sieht die typische Budgetverteilung aus. Aber wie gesagt: eure Prioritäten sollen bestimmen, wofür ihr euer Geld investiert.

  • 40% Hochzeitsfeier inkl. Essen & Getränke
  • 10% Brautkleid und Outfit für den Bräutigam
  • 15% Blumen
  • 20% Fotograf und/oder Videograph
  • 10% Unterhaltung
  • 5% Rest (Papeterie, Gebühren, Styling etc.)

Die Hochzeitsreise ist üblicherweise nicht im Hochzeitsbudget enthalten.

 

Weil es kaum jemanden gelingt alle Kosten exakt zu budgetieren, solltet ihr eine Reserve von 10% für Unvorhergesehenes einplanen.

Clever denken ist angesagt

Ein großer Anteil eures Budgets fließt in die Hochzeitsfeier. Sobald ihr Zahl eurer Gäste festgelegt habt, kalkuliert, wieviel ihr pro Person ausgeben wollt.

Findet die Hochzeitszeremonie bereits am Vormittag statt, müsst ihr eure Gäste zwei Mal verköstigen. Mittags und Abends. Bei einer Zeremonie am Nachmittag könnt ihr gleich zu Kaffee und Kuchen bzw. Hochzeitstorte und Abendessen übergehen. Damit könnt ihr z.B. Geld sparen.

Plant ihr eine große Anzahl an Gästen, das Budget reicht dafür aber nicht aus, könnt ihr die Gäste splitten. Dazu gibt es einige sehr interessante Tipps aus dem Anglo-sächsischen Raum, die wir euch in unserem Online Wedding Planner  verraten. Diese sind hierzulande (noch) nicht so bekannt – aber damit könnt ihr euch eine Menge Geld sparen. 🙂

Richtet ein Hochzeitskonto ein

Eine gute Idee ist es, ein eigenes Hochzeitskonto anzulegen. Das hat den Vorteil, Überblick über all eure Kosten zu behalten. Hierauf könnt Ihr euer Budget und eventuelle Geldgeschenke buchen und dann darüber alle hochzeitsrelevanten Zahlungen abwickeln.

Behaltet Überblick über eure Ausgaben

Erstellt eine Budget- und Ausgabenliste. Am einfachsten per Computer als Excel-Liste. Es gibt auch kostenlose Tools im Internet dafür.

 

Schreibt alle Elemente in diese Liste und macht dazu zwei Spalten: eine für das dafür definierte Budget und eine, in die ihr die tatsächlichen Ausgaben schreibt.

So behaltet ihr einen Überblick über eure Ausgaben. Gebt ihr für einen Bereich oder ein bestimmtes Detail mehr aus als geplant – dann müsst ihr das in einem anderen Bereich einsparen. Anderenfalls werdet ihr euer Budget nicht einhalten können.

Ehrlichkeit lohnt sich

Viele Brautpaare scheuen sich davor, ihren Dienstleistern wie z. B. dem Floristen oder Fotografen offen und ehrlich zu sagen, wie viel Geld sie für deren Dienste ausgeben können oder wollen. Das ist entweder falscher Scham oder sie glauben, dass sie dann keine guten Preise erhalten. Glaubt mir, jeder Profi arbeitet so. Wenn wir einen Dienstleister anfragen, dann sagen wir immer dazu, wie hoch das Budget ist. Damit tut sich jeder leichter in der Kalkulation und ihr bekommt das beste für euer Geld.

Preise verhandeln

Das ist zwar in unseren Bereiten zwar nicht so üblich – und viele Menschen machen das auch nicht besonders gerne – solltet ihr aber unbedingt tun. Ein paar Prozent hier oder dort eingespart ergeben am Ende ein ordentliches Sümmchen – und das ist euer Geld!

Fragt bei jedem Angebot das ihr bekommt, ob das wirklich der beste Preis ist, den ihr bekommen könnt.

In unserem Online Wedding Planner erfahrt ihr, welche Fragen ihr euren Dienstleistern unbedingt stellen solltet, wo potentielle Fallstricke lauern und wie ihr versteckte Kosten entlarven und somit vermeiden könnt.

Unvorhergesehenes einplanen

Fragt bei allen Dienstleistern nach Storno-Bedingungen und Storno-Kosten sowie nach Gebühren wenn ihr euer Hochzeitsdatum verschiebt. Eine Absage oder Verschiebung wünscht sich natürlich kein Brautpaar aber das Leben bietet manchmal unvorhergesehene Ereignisse und damit seid ihr auf der sicheren Seite.

Klärt, wie hoch Anzahlungen sein müssen und bis wann der gesamte Betrag fällig ist.

Hochzeitsversicherung

Überlegt, ob ihr eventuell eine Hochzeitsversicherung abschließen wollt. Diese deckt z. B. die Kosten, sollte euer Fotograf ausfallen, euer Location Betreiber insolvent werden oder wenn eure Hochzeit wegen Krankheit, Unfall o.ä. verschoben werden muss. Einige Versicherungen zahlen sogar, wenn einer der beiden kalte Füße bekommt und vor dem Traualtar „nein“ sagt. Doch daran wollen wir an dieser Stelle nicht mal denken.

Heiraten mit kleinem Budget

Wie plant man trotz kleinem Budget eine großartige Hochzeit? Geht das überhaupt?

Die gute Nachricht: Ja, es ist möglich.

Allerdings mit einem kleinen „ja, aber“.

 

Denn weniger Geld heißt, ihr werdet mehr tun müssen. Mehr Recherchieren, mehr herumstöbern, mehr selber machen. Und dort wo möglich: ausleihen bzw. mieten statt kaufen, denn damit könnt ihr euch einiges an Geld ersparen.

Egal ob beim Hochzeitskleid, der Hochzeitstorte, den Einladungskarten, der Location oder anderen Bereichen. Es gibt viele Möglichkeiten, euch Geld zu sparen.

Mehr dazu findet ihr in unserem Online Wedding Planner, darin findet ihr viele wertvolle und praktische Spar-Tipps.

Hier 7 Spartipps für euch

  1. Vielleicht habt ihr ja jemanden im Freundes- oder Familien-Kreis, der ein chices Auto besitzt und es euch als Brautauto zur Verfügung stellt.
  2. Hast du eine Freundin die kürzlich geheiratet hat? Frag sie, ob du dir Accessoires wie Schleier, Haar-Schmuck etc. ausleihen darfst – selbst wenn die selben Freunde zur Hochzeit kommen, das wird niemand merken.
  3. Vorsicht vor Fixpreis-Paketen die manche Locations anbieten. Klingt auf den ersten Blick verlockend doch wollt und braucht ihr auch alles, was der Betreiber anbietet? Denn ihr zahlt dafür.
  4. Lest immer das Kleingedruckte. IMMER! Oftmals verstecken sich Zuschläge, Lieferkosten, Service-Aufschläge, Sonderkosten etc. im Kleingedruckten. Das kann schnell zu einer bösen Überraschung führen.
  5. Überlegt, was ihr selber machen könnt, z. B. Namenskärtchen, Tischdekoration oder die Hochzeitstorte. Habt ihr kreative talentierte Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder die euch dabei unterstützen können.
  6. Haltet Ausschau nach Ausverkaufsware: Dekorationsstücke sind z.B. nach Weihnachten am günstigsten und stöbert auf Flohmärkten und in Second-Hand-Läden. Oftmals finden sich dort coole Schnäppchen.
  7. Beachtet die pro-Kopf Ausgaben eurer Gäste : Je luxuriöser die Location, desto teurer die pro Kopf-Kosten für Essen und Trinken.

Und zu guter Letzt: das denkbar schlechteste Mittel um angespannten Nerven zu beruhigen sind Panik-Käufe.

Wenn deine Nerven blank liegen, dann mach dir ein heißes Bad, trink einen Kakao (wegen der Schokolade) oder geh eine Runde spazieren. Das alles wirkt auch gut und hat keine unangenehmen Nebenwirkungen auf euer Hochzeitsbudget ?.

Wir haben einen eigenen Ratgeber zum Thema Stressmanagement geschrieben, denn es gibt kaum eine Braut, dessen Nerven nicht irgendwann mal blank liegen im Laufe der Hochzeitsplanung. Diesen findet ihr in unserem Online Wedding Planner.

Dann wünsche ich dir viel Spaß und gutes Gelingen beim Kalkulieren eures Hochzeitsbudgets!

P.S.: Noch viel mehr Tipps & Tricks zum Thema Hochzeitsbudget inklusive wertvoller Spartipps und einem sehr sehr coolen Budget Planungstool findest du in unserem Online Wedding Planner. Jetzt unverbindlich in unsere VIP-Liste eintragen und du erfährst rechtzeitig, wann der Online Wedding Planner wieder startet.

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